Zwei provokative Fragen

Schon lange wollte ich eine sehr provokative Frage an Kaffee-Trinker – nicht Kaffeeliebhaber stellen:

Warum lassen wir uns von der schicken Werbung und Gruppenzwang (fast jede bürgerliche schweizer Familie besitzt so eine Maschine) verführen, sich auf so etwas wie Nestle-Kafffee einzulassen? Warum wollen wir nicht selbt unsere Kaffeebohne entscheiden? Warum lassen wir uns diktieren und gleich von so einer No.1 Konzern?

Die zweite Frage an Teetrinker – vielleicht Teeliebhaber:

Warum sind wir nicht wütend, dass die Anbieter von Easy-Going Tee nur an das Äußere denkt anstatt an den zu verbessernden Inhalt? Sind wir so oberflächlich?

Eine Antwort habe ich nicht.

Warum möchten die Anbieter den Weg des Teetrinkers bequemer machen und mit einem System die Menschen an sich binden?

Der Weg des Tees nicht nicht nur bequem, er kann sehr steinreich sein…

5 Gedanken zu „Zwei provokative Fragen

  1. Frank Merten

    Hallo Menglin,

    Meine Meinung zu Deinen Fragen, ich glaube, dass viele Schweizer Kaffetriker eine Maschine von Nestle vorziehen. Warum? Nationaler Stolz. Neue technische Produkte haben sowie so eine Anziehungkraft.Dann kommt die Bequemlichkeit hinzu und schon funktioniert es.
    Ich habe vor einiger Zeit eine sehr gute Dokumentation über den Zustand unserer Lebensmittel im Fernsehen auf arte sehen können,es ging unter anderem um unser Trinkwasser. Firmenchef von Nestle war der Meinung, dass das Trinkwasser eine Ware sei, und deren Qellen sie besitzen wollen und auch schon teilweise besitzen. Das macht mich schon sehr nachdenklich und ärgert mich zu nehmend,denn eine provitorientierte Trinkwasserversorgung ist menschenfeindlich, sodass Nestle für mich gestorben ist.!!!

    Das zu Nestle.

    Freue mich auf viele neue Erfahrungen in allem was das Leben für uns bereit hält.

    Viele Grüsse Frank

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  2. Menglin

    Denken ist eine harte Arbeit. Wir überlassen gerne die anderen für uns tun. Ausserdem wollen wir den anderen Menschen gefallen und am besten teilen wir die ähnlichen Meinungen und Lifestyle. Somit sind wir manipulierbar!
    Die Wirtschaft hat nie so eine Bedeutung gewonnen in der Geschichte wie jetzt. Ich bin überzeugt, wenn Nestle Finanzkrise hat, werden wieder Steuerzahler dafür bezahlen. Denn die bekannten Argumente sind die gefährdeten Arbeitsplätze!

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  3. Marc

    Hallo Menglin

    ich bin zwar kein Schweizer, doch wir haben in Deutschland ja bekanntlich eine ähnlich Situation. Kaffee ist das Getränk mit „Tradition“, besonders als die Wirtschaft in ’50 und ’60 angezogen hat, da hat man sich Kaffee geleistet – man war wieder was. Das zieht sich bis heute in die Küchen. Tee hingegen hat in den End ’60 und vor allem in den ’70 einen Boom bekommen. Jedoch aus einer Ecke, mit der sich der normale Bürger nicht identifizieren kann. Öko, Spiritualität und Co.

    Es wird Zeit umzudenken, den eine weitere Tatsache ist, dass Kaffee trinken unkompliziert scheint. Teetrinker/innen, diejenigen, die eine Art magischen Zirkel um das Produkt drum herumziehen, müssen lernen, dass Tee nicht nur für sie ist. Dem normalen Bürger ist es sch**ß egal ob das Wasser nun 73,6 Grad oder 80 hat. Die Geschmacksknospen sind meist auch nicht an die feinen Nuance gewöhnt. Das muss man erst (wieder) lernen und lernen braucht Zeit. Also Schritt für Schritt.

    Warum wir nicht wütend sind? Wir sind in einem Art Schockzustand, ja sogar hilflos. Ich versuche nun schon seit geraumer Zeit den Teekonsum in der Gastronomie zu verbessern. Das die Gastronomen nicht gleich mit ziehen, war klar. Aber die Teemarken, Teehändler wollen ja auch nicht. Die befürchten oft Konkurrenz, Marktverzerrung und ähnliches. Das eröffnet einer großen Marke ganz leicht auf den bereits fahrenden Zug aufzuspringen, obwohl diese bisher keinen Tee im Sortiment hat.

    Abschließend möchte ich sagen, wenn wir nicht alle an einem Strang ziehen, dann werden auch in Zukunft weiterhin die Kaffeemaschinen in den Haushalten stehen und Tee ebenfalls in Kapseln angeboten. (Ja, auch das hat der Lebensmittelriese schon auf den Marktgebracht.) Und Teetrinker werden so auch in Zukunft als komische Spinner abgetan.

    Ich bin für eine Liberalisierung des Teetrinkens – mit einer Einschränkung. Guter Tee muss in der Tasse sein.

    Beste Grüße in die Schweiz.

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  4. jens

    Hallo,

    ich denke es kommt alles auf den Preis an. Und wie ich im Artikel gelesen habe wird das ja wohl nicht ganz billig. 7,50 €uro für 10 Tassen ist ja wohl nicht gut. Ich glaube der richtige Teetrinker wird das System nicht annehmen. Ausserdem ist die Idee von Tee in Kabseln ja nicht ganz neu, sie Verity Tee.

    MFG jens

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  5. Marco

    Hoi Meng Lin

    Ich stelle mir diese Fragen auch oft. Und komme dann meist zum unbefriedigenden Ergebnis, dass es wohl nicht genügend feine Blatttees gäbe, würden auf einmal alle Lipton- und PG-Tipstrinker auf Qualitätstee umsteigen.
    Es tut übrigens gut, wieder mal auf deiner Seite rumzuschmökern.

    Liebe Grüsse

    Marco

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