Archiv für den Monat November 2009

Shui Tang und Porsche

Was hat Shui Tang und Porsche gemeinsam?

Der „beste“ Tee und das „beste“ Auto?

Der harte Droge, die Wachheit zu putschen und das kompetente Potenzmittel für schlappe Typen?

Eigentlich ist es fast unmöglich für jemanden wie mich, von so einem Auftrag zu bekommen. Für die exklusivsten Klienten von Porsche Tee zu zeigen. Jemand wie ich, der Visitenkarte nicht gerne dabei habe- auch bei dem Treffen in Porsche…, kann nach dem Regel von Networking eigentlich nie existieren.

Alles, was möglich macht, ist der Tee. Hubert E. ist begeistert von Tee, nicht von Menglin. Sie war in der Begegnung eher ein bisschen komisch für ihn, weil sie nicht aufhören konnte, über Tee zu erzählen und anfangs leicht arrogant und unzugänglich war. Das ist in seinem Kopf über diese Person geblieben. Aber der Tee, sein Duft und sein Aroma fesselten diese berühmte Nase bis heute. Dann vermittelt er Shui Tang, ein Qualitätsmerkmal für ihn, an Porsche.

Er sagte zu Menglin, dass der beste Tee an bestem Ort den interessanten Menschen näher gebracht werden muss. Tee kann noch mehr Menschen erreichen, wenn der richtige Zeitpunkt aufgespürt wird und es von den richtigen Händen an dem richtigen Ort ausgeführt wird. Er hat ein guter Riecher, nicht nur für das feinste kulinarische Zauber, sondern auch für Menschen, für Entwicklung und für die Zeit.

Ist es dort ein richtiger Ort, Tee zu präsentieren?

Ich präsentiere Tee nicht. Tee spricht für sich selbst. Menschen, die gewöhnt sind, mit Geld zu agieren und das Leben so zu gestalten, vergessen, dass Dinge, die für selbst sprechen können. Denn die scheinhafte Welt, die nach Geld jaggen und jubeln, baut sich auf Pomp und Schrei. Das Sichtbare und Fassbare binden Menschen an das Geld und macht das Geld seinen Wert. Die leise Sprache des Tees wird entweder Neugierde erwecken oder sie enttäuschen. Denn es gibt keine blendende Parfüm in einem Event, nur die wahrhaftigen Worte des Tees, die einem flüstern, wenn einer zuhört.

Wenn Du willst, kannst Du von Tee noch mehr mitnehmen. Wenn Du es nicht willst, ist es auch gut…

Ich werde mein Bestes geben. Das Beste, was die Zeit überdauert.

Das Bewusstsein von Qualität und Tradition und Verständnis von zeitlosen Werte sind das, was Porsche und Shui Tang verbindet!

Bach und Mond

Selten mag ich die Zuschreibung von anderen Menschen über mich. Meistens hasse ich die Ettikette, was meine Familie mir zugewiesen hat. Ich liebe das Gefühl, als „unberechenbar“ zu sein. Unberechenbar ist nicht welchselhaft, nicht wahr? Warum will man den anderen berechnen? Auch wenn ich Tee sehr liebe, kann ich nicht auf meine Sucht zum Kaffee verzichten. Ich liebe Tee, auch Musik und Literatur.

Das Experiment mit Pi-Chin, westliche klassische Musik, chinesische Poesie und Tee zusammen zu verbinden hatte einen grossen Zulauf. Die Anwesenden hatten grosse Freude und wir hatten riesen Spass. Pi-Chin und ich nehmen nun die nächste Herausforderung an, die Einladung von Literaturhaus in Zürich anzunehmen, noch einmal, den kulturellen Brücke zu schlagen!

Was verbindet Bach und die chinesische Dichtung? Nichts anders als die menschliche Fantasie, die versucht, aus dem bescheidenen unvollkemmenden menschlichen Dasein das einfache Dasein zu färben, zu knüpfen und zu versüssen. 

Wie verbindet Mond Bach und die chinesische Poesie?

Pi-Chin interessiert sich für das Topic Mond. Wieder das gleiche Thema spielen wollen wir beides nicht. Wie langweilig… Nein, nicht wirklich. Nicht weil es langweilig ist, wieder die Verbindung zwischen Li Bo und Bach herzustellen, sondern weil es spannender und rissikoreicher ist, wenn wir etwas Neues wagen!

Kelten verehren Vollmond. In der Vollmondsnacht sollen Männer und Frauen zueinander finden und das freudige Triebe ausleben, um die Fortsetzung der Menschheit zu beglücken. Die alte chinesische Kultur ist nicht anders als die keltische. Der Mond war das Symbol der unsichtbaren Faden der treibenden Kraft, die Menschen zueinander führen oder auseinander reissen.

Diesmal wagen wir uns, die Musik Bachs im Himmel Zürichs schweben zu lassen, die Menschen den Raum und die Zeit zu überschreiten zu helfen, eine Reise zu unternehmen. Eine Reise in einem fernen, sehr alten Land, wo der Mond das menschliche Schicksal steuert, Menschen zu weinen und zu lachen bringt und viele viele Menschen in Höhe und Tiefe begleitet. Es wird uns bewusst, dass wir zwar nicht die gleiche Sprache sprechen, aber den gleichen Mond in einer Welt teilen. Und unser Herzen werden irgendwo in der Nacht im Mondschein treffen.

Am 28.11. Samstag, um 17 Uhr in Literaturhaus Zürich treffen wir uns im Mondschein in Klänge von Bach.

Vorläufige Webseite von Shui Tang

Man kann sich über zwei Seite über Shui Tang informieren:

http://shuitang.kaywa.com/

http://dokodare.kaywa.com/202031628

Eine richtige offzielle Seite ist im Moment kräftig am arbeiten. Ungeduldig warte ich selbst auf den Auftriit in Cyperspace, so dass Shui Tang und unbekannte Teefreunde zu einander finden können.

Ich bin selbst gespannt auf das visuelle Shui Tang!

Ein Oolong der Unberechenbarkeit

Als H. wieder kam, sagte er mir, dass er nun in seiner Umwelt als unberechenbar zugeschrieben wurde, seit er in Shui Tang war. Seine zwei wunderschöne Steinkanne und die zurückhaltenden Celadon-Tassen verhalfen einerseits seiner Tee-Kunst Beifall zu ernten, andererseits fand offensichtlich eine Verinnerlichung statt, dass er anders wurde.

Unberechenbarkeit ist stets das, was uns an der Sicherheit bindet und die Zen-Lehre uns zum Leben lehrt. Unberechbarkeit des Lebens fordert einen auf, Situationen situativ wahrzunehmen und situativ zu agieren anstatt mit Konzepten. In der Unberechenbarkeit des Geistes steckt eine unendliche Freiheit. Aber… mit der Zeit wird man selbst unberechenbar für die anderen, die das Leben nach einem anderen Vorbild leben…

Wie lange sollte ich diesen Tee ziehen? Jeden Tag muss ich diese Frage bewantworten. Ich frage stets zurück: was für einen Tee trinken Sie? Was für eine Teekanne haben Sie? Mit wem oder für wen ist dieser Tee gemacht?

Warum merkst Du nicht, dass dieser Tee anders ist als der andere? Und diese Person anders als die anderen, die Du angeblich gut erforscht hast?

Oft fahre ich mit Tram 3 oder Bus 31 bis zum Löwenplatz und wechsele dort den anderen Tram. Am den teueren Löwenplatz gibt es ein sehr bekanntes Haar-Styling-Club in Zürich. Während der Wartezeit schaute ich manchmal die Schaufenster an und staunte immer, was für bunten glizerten Taschen und Kleider dort gehängt werden. Was für einen Geschmack? – ich frage mich oft. Werde ich nicht ein buntes Vögel, wenn ich mit diesen glänzenden Muscheln und Tiermuster schmücken würde? Was will ich mit diesen Aufmerksamkeit erregenden Taschen und Stoffe um mich über mich aussagen lassen? Und, wen will ich denn überhaupt anziehen??!!

Offensichtlich versteht mein Lehrer Atong Frauen durch den Tee. Wir haben in diesem Sommer zwei verschiedenen Fancy Oolong 番庄烏龍茶 erzeugen lassen. Als ich die zwei vrschiedenen Partie von Fancy degustierte, wurde ich mir klar, was vulgär und was einfache Schönheit bedeutet. Ich rief meinen Lehrer an und wollte seine Unterweisung. Er bestätigte meine Notizen und sagte mir, „Weiß Du, der Sijichun ist wie die Frauen von Schikimicki-Szene 三八阿花. Das ist ein Hollywood-Tee. Und der Wuyi wie eine Dame 大家閨秀…“

Die Partie aus Sijichun verzauberte mich mit seinen wechselhaften Düften und lebendigen Farben. Er duftet wie eine Blume, die nicht einfach zufrieden ist mit einer stillen Bewunderung eines reinen Herzen, sondern mehr. Wie eine Blume, die Bienen, Flieger und Farfalla anziehen will – unbedingt. „Schaue, ich bin so schön!“ Die andere Partie aus tradtionellem Wuyi-Baum, verschmäht von den neuen Teetrinker-Generation, weil er „langweilig und zu eigenwillig“ sei. Langweilig, weil er nicht so duftet wie Sijichun, eigenwillig, weil dieser Baum seinen speziellen Duftcharakter hat. Für Teemaker auf dem Mainstream-Markt ist es doch viel erleichternd, wenn sie berechenbaren Geschmack erzeugen können und berechenbar kalkulieren. Sich stellen vor dem Unberechenbaren ist eine Herausforderung, die selten jedermanns Sache ist! Ausser Atong.

Zufällig fand Aming 阿明 einen ungepflegten Garten von Wuyi 武夷, der so unbeliebt auf dem Markrt ist. Bevor die Wuyi-Bäume abgerissen werden und der Boden zum Ananas-Felder (jeder, der einmal in Mingjian war, weiß die Macht der Ananas in der Landwirtschaft) umverwandelt werden, „entdeckte“ der Insider Aming den Teegarten. Auch nur die Zusammenarbeit zwischen Atong und Aming ermöglicht diese besonderbare Kreation – ein Formosa Oolong wie vor 100 Jahren… 

Ein Tee, der der Unberechenbarkeit ausgeliefert ist. Ein Tee aus einem Teegarten, der selten gepflegt wurde, von Insekten heimgesucht und gefressen. Die Blätter, die von dem Kampf gegen die unberechenbare Natur übrig geblieben waren, wurden gepflückt. Mühsam aussortierte Blätter zwischen fast unbrauchbaren und noch brauchbaren Pflückgut wurden nach der Tradition im Zimmertemperatur verarbeitet. Unberechenbar war die Menge, die brauchbar war. Unberechbar blieb es, wie das Wetter sich verhielt. Regnete es oder bleibt es feucht und heiss? Der gewöhnte Zimmertemperatur beschleunigt und ermöglicht die höhe Fermentationsgrade. Die menschlichen Trieben alles in der Hand zu kontrollieren, den Oolong nicht mehr wie Oolong erscheinen zu lassen, sondern wie ein Grüntee, konnten sich erst durchsetzen mit der Errungenschaft der Klimaanlage! Das künstliche Kühle erzeugt das scheinhaften Frische des so genannten „grünen“ Oolong. Das extreme Beispiel ist die Entstehung des grünen Tie Guanyin aus Anxi!

Der heutige begehrte grünen Anxi Tie Guanyin ist ein Tee der Berechenbarkeit!

Der Fancy Nostalgie bezeichnet sich als ein Gegenbeispiel der Berechenbarkeit.

Der Wuyi-Fancy duftet leise, sehr präsent, wie die Musik Beethovens. Auch wenn Beethoven seit Jahrhunterten tot ist, ist er immer noch lebendig. Die Teife und Klarheit seiner Klänge berühren Menschen zwischen den Grenzen und der Kulturen! Die Schönheit der einfachen Dinge, nicht laut, nicht kompliziert und nicht aufdringlich. Ein Tee wie ein Teemensch, der Demuth übt. Demuth vor der Unberechenbarkeit des Lebens.

Der Wuyi-Fancy hat einen feinen honigsüssen Aufguss und sein Duft wie das frische einfache Jasmin im frühen Frühling. Wie die frische Blüte, die einfach blüht, ohne Wille. Wenn die Sonne scheint, wird die Blüte noch mehr duften, aber nur so stark, dass derjenige, der angezogen fühlte, riechen sollte…

„Wir, die dem Teeweg folgen, müssen mit dieser Einfachheit fortfahren… Doch dürfen wir nicht vergessen, dass der Weg, diese Einfachheit zu erreichen, lang ist.“

Soshitsu Sen, ehemaliger Grossmeister von Urasenke-Teeschule