Meine Entdeckungsreise im Brockenhaus

Meine Entdeckungsreise im Brockenhaus

Mein frührer Chef Onkel Fan war ein Entdecker auf den deutschen Flohmarkt. Eine Qi Baishi Malerei, eine Malerei in der Ming Dynastie und Manchu Kaisersiegel etc. hat er bereits auf dem Flohmarkt in Deutschland entdeckt. Er kaufte z. B. eine Malerei con Qi Baishi für 70 DM und liess sie in Taiwan schätzen. Der Wert dieser Malerei wäre eigentlich 50,000 DM gewesen! Er verkauft seine gefundenen Schätze nicht. Er sagte mir, sie haben mich gefunden und wollen bei mir bleiben. Einmal erzählte er mir, was diese Entdeckungsreise für ihn bedeutet. Er war im Mai 199? auf den kontanzer Flohmarkt. Eine wunderschöne Malerei entdeckte er von Entfernung. Er lief dort hin. Vor ihm war das Qigong und Teemeister Paar Wu. Sie suchten und liefen vor ihm. Er dachte, dass er keine Chance mehr hätte, weil das Paar diese Malerei bestimmt als erstes entdeckten. Aber der Meister war fixiert auf eine gewöhnliche Teekanne, sagte Onkel Fan, sie liefen einfach an den Schatz vorbei und sahen nichts. Er bekam diese Ming Malerei für 70 DM und der Wert dieser Schatz wäre 30,000 DM gewesen! Das Fazit von Onkel Fan war, die Dinge suchen uns aus, nicht ungekehrt! Wenn es keine Verbindung zwischen Dir und dem Schatz gäbt, bekommst Du es so wie so nichts! Du wirst als seine Zuflucht ausgesucht…

Mit dieser Einstellung betrachte ich ebenfalls mein Leben. Es muss Resonanz geben zwischen Menschen und seiner „Mitwelt“.

Da ich mich auf meinen Umzug freue, schaue ich bereits herum, was ich mein ZUHAUSE (hoffentlich diesmal eine „langfristige“) gestalten kann. Ich gehe auf meine Entdeckungsreise. Freundin Antje ist eine Trödelmeisterin, die mir den Weg gezeigt hat. Wir gingen gerne ins Blockenhaus, wo meiste Bürgerliche sich schämen würden, dort aufzukreuzen. Dort ist mein Schatzkammer! Ich habe bereits wunderschöne alte Yixing-Kanne für Spotpreis erhalten, wunderschöne Silber-Kerzenstände und interessante alte Mocca-Geschirr etc.

Die Dinge suchen mich aus, nicht umgekehrt. Ich bin ein Fan von Louise-Phillip-Stil. Momentan tauchen andauernd solche Möbel vor meinen Augen. Natürlich sind nicht alle Dinge taugbar, aber viele wunderschöne Stücke! Sie warten auf das neue belebte Leben! Sie warten auf meine – ihre Teaparty!

Ich bin vielleicht eine seltsame Person. Einfach Geld im Laden „hinzublätter“ und etwas im Zimmer „hinzusellen“, macht mir kein Spaß. Natürlich kann man viele schöne Dinge kaufen. Aber das einfache Kaufen befriedigt mich nicht. Mir gefällt es, dass die Dinge mich aussuchen, nicht umgekehrt. Eine Resonanz zwischen mir und der Mitwelt zu erleben, ist ein Genuss des Lebens. Das zu entdecken, was andere nicht tun, weil sie von einem bestimmten gesellschaftlichen Konzept gefangen sind, bereitet ebenfalls eine Art vom Erlebnis.

Freunde sagen mir, erzähl´ das Geheimnis bloß nicht weiter, ansonsten gehen alle dorthin. Warum sollte ich die Freude anderen „Mitmenschen“ nicht gönnen? Schöne Dinge gehören mir nicht, sondern allen!

Das Bild zeigt meinen neu gefundenen Schatz: ein Teller Copeland and Garrett! Mehr Bericht darüber – bis zum nächsten Mal!

Wozu Haigata

Wozu Haigata

Wozu Haigata? Wozu formt man so mühselig diese Asche? Es beansprucht jedes Mal mind. 30 Minuten, um eine Ascheform einigermassen zu kreieren. Wozu diese Arbeit? Bei der Zeremonie wird die Form extra zerstört. Das ist doch alles irrational, nicht wahr?

Im Tee sprechen wir von „Jedes Moment ist einmalig!“ Ja, für jedes Treffen wird eine neue Ascheform gemacht – ein Respekt für die Gästen, eine innere Vorbereitung des Gastgebers und ein wahres Erleben des einzigen Moment, das nie mehr zurückkehrt?

Ich geniesse das „Qual“ im Hockersitz diese Form zu machen. Die Beinen sind zwar eingeschlafen, aber mein Geist ist ruhig. Die Asche und ich werden eins. Asche in der Hand fühlt sich wie nichts (nichts Handfestes), während sie in Furo ein Meer wirkt. Die Welle des Meer reiten, um sie zu formen – eigentlich spiegelt sie nur meinem Geist wider. Der Geist, das gut und richtig machen möchte und der ständig denkt – „Oh Scheisse“, steht eigentlich im Weg, die Asche, so wie sie ist, zu formen.

Asche spiegelt unserem Geist wider - ruhig oder wie ein Affe, der von einem Baum zu einem anderen springt?

Haigata 7. Schritt

Haigata 7. Schritt

Die Asche muss das Feuer ertragen. Darum schreiben wir ein Wasser Zeichen auf das Tal, wo glühende Holzkohle hinplaziert werden. Das Yi-Jing wasser Zeichen wird geschrieben. Feuer und Wasser werden balanciert. Das Feuer ruht auf das Wasser…

Da diese Asche-Form ist für die Sommer-Zeremonie bestimmt, suggestiert man ein Prise Kühle durch Schnee (weisse spezielle Asche) in den warmen Tagen. Balancieren und Leben mit dem kosmischen Rhythmus ist der Geist des Tees.

So, die Holzkohle Zeremonie Sumi kann nun beginnen.

Haigata 6. Schritt

Haigata 6. Schritt

Nach dem vorderen Gipfel fertig geformt ist, kommt das Abschneiden des Berges. Man fängt zuerst die linke Seite neben dem linkem Fuss von Gotoko an.

Anschliessend kommt das Formen von hinterer Bergseite. links nach rechts, zuerst der nähere (zu uns) Teil und dann der weitere Teil (zu Furo – Topf). Alles möglich in einem Zug.

Bevor man mit dem Tal – Formen beginnen, sollte man zuerst mit ein Stück Holzkohle probieren, ob das Tal tief genug ist. Holzkohle sollte natürlich nicht Kama (Gusseisen Kessel) berühren. Man kann die überflüssige Asche entfernen oder neue hinzufügen. Dann Asche im Tal einfach gegen dem Gipfel drücken. Vorschlag von Meister Haas in Freiburg: zuerst mit der linken Seite an fangen und beenden die Form an der rechten Furowand.

Naja, mein Werk sieht nicht ganz perfekt aus. Man sieht, die Asche-Form war voller Falten… Denn ich wollte die Form nochmals und nochmals korrigieren. Es ist natürlich nicht besser geworden, sondern noch schlechter…

Haigata 4. Schritt

Haigata 4. Schritt

Arsche Formen: man fängt zuerst die vordere Seite an. Von links nach rechts mit Werkzeug Haisaji (Geräte für Ascheform). Keine Kraft anwenden, nur ziehen. Es sollte eine gleichmässige flache Oberfläche entstehen.

Das ist das erste Gipfel.

Haigata Schritt 1

Haigata Schritt 1

Gestern musste ich Haigata üben – die erste Schritt, um eine Sommer Teezeremonie vorzubereiten. Das Asche Wird zu einem Tal und zwei Bergen geformt.

Hai – Asche auf Japanisch.

Hier die erste Schritt, die Bergen und das Tal zu formen. Das gelbe Eimer ist von vollem gesiebten Asche.

Lu Yu

Lu Yu ist bekannt in der Welt durch sein monumentales Teebuch Cha Jing. Als er lebte, war er ein einsamer Mensch, der nicht wusste woher er kam und wohin er gehörte. Als Findelkind wuchs er beim Zenmönch Zhiji im Kloster Longgai Si auf. Er mochte das Klosterleben nicht und stritt oft mit seinem Zieh-Vater, der vergeblich versuchte, aus ihm einen Mönch zu machen. Er widersprach oft Zhiji, so dass er das Kind zum Troilette-Putzen und als Hirte bestrafte. Die einzigen harmonischen Momente zwischen den beiden waren wohl beim Tee. Zenmönch Zhiji trank gerne Tee und Lu Yu konnte Tee sehr gut zubereiten. Es wurde erzählte, dass Zhiji nicht mehr Tee trank, als Lu Yu das Klosterleben endlich verließ. Vermisste er sein Kind, aber war er an ihn gewöhnt?

Statue von Lu Yu Statue von Lu Yu in Xian.

Lu Yu verließ das Kloster und ging in den Lebensozean. Er sucht nach sich selbst in der Wanderschaft.

Lu Yu wurde zuerst ein Schauspieler oder besser gesagt Wanderkünslter. Er war kein schöner Mann und litt unter Sprachfehler. Aber er stritt gerne und provozierte Menschen am liebsten. Er hatte Humor, konnte wie Charles Chaplin Comedie improvisieren. Er war musikalisch und zugleich ein Poet. Aber Tee war sein Haupttalent. In seiner wanderschaft wurde er entdeckt von Mandarinen, die Teeliebhaber waren. Er lernte Teeliebhaber kennen, die ihn schätzten und folgten. Er wurde berühmt und seine Ruhm weht sogar in den Kaiserhof. Trotz allem lebte er sein Lebenslang zurückgezogen in einer Einsiedelei, lehnte den Ruf aus dem Kaiserhof ab. 804 starb er allein in Zhejian, aber man wusste nicht, wann und wo er wirklich geboren wurde.

In der Legende wurde erzählt, dass der Kaiser die Teekunst von Lu Yu testen wollte. Er holte Zenmönch Zhiji in den Hof und ließ ihn Tee trinken. Obwohl Lu Yu oft mit seinem Ziehvater Konflikte hatte und ihn endlich verließ, war ihre Begegnung im Tee immer eine direkte geistige Berührung. Mönch Zhiji erkannte den Tee seines Findelkindes zwischen verschiedenen servierten Teetassen und dies beeindruckte den Kaiser. Er war tiefst berührt von der Teekunst von Lu Yu unddie geistigen Kontakte zwischen den beiden.

Als Zhiji starb, war Lu Yu in seiner Wanderschaft. Als Lu Yu es erfuhr, war alles bereits vergangen. Er dichtete sein Bereuen und Schmerzen:

Ich beneide keine goldene Schale, auch keine Jade-Tasse,

Ich beneide niemanden in den Hof und niemanden im Palast.

Das einzige, was ich beneide, ist der Fluss Xijiang, der jedentag der Stadt Jingling (wo Zhijis Kloster lag – in heutigem Provinz Hubei) entlang floss.

Seit gestern fühlte ich mich nicht wohl. Schmerzen füllt den Tag. In diesem miserablen Moment vermisse ich besonders meine Familie – ein Ort der Sehnsucht und zugleich Auseinandersetzung. Vielleicht werde ich irgendwann Ende meiner Wanderschaft das Lied singen: wäre ich der Keelung-Fluss, der immer der Stadt Taipei entlang floss?