Ab jetzt findet man in Google Map Shui Tang!
Viel Spass und ich freue mich auf Euren Besuch!
Ab jetzt findet man in Google Map Shui Tang!
Viel Spass und ich freue mich auf Euren Besuch!

Ursula wußte, dass ich Mühe hätte, mit Blumen-schenken und Vase. Sie dachte, sie könnte im Wald etwas Glück für mich finden. Tatsächlich fand sie ein Glücksklee!
Die wunderbaren Blätter zeigen ihr Freude heute morgen im Shui Tang. Ich staune über die Ausstrahlung des Glücks. Hier möchte ich mich noch einmal für alle Freunde, die mir heute noch per SMS und Emails gratuliert haben!

Mein Geburtstag hat wunderbar angefangen!
Bevor ich aufgestanden bin, klingelte bereits das Handy. SMS, eins nach dem anderen! Dann erhielt ich ein wunderschönes Mail von Andy aus Erfurt, ob er nichts von diesem Tag wusste. Seine liebe Worte taten mir sehr gut und das schöne Dokument von ihm wird mir eine zeitlang auf meinen Weg begleiten!
Eigentlich habe ich keine Zeit, keine Musse und keine Lust, etwas für eine Fest zu machen. Aber Miriam sagte mir, ich sollte es unbedingt, gerade, weil es eine anstrengende Zeit ist!
Ganz spontan rief ich Freunde an und schrieb paar Mails. Alles kamen! Alle!
Die Vase war natürlich wie immer ein Problem für mich. Andere Freunde wußte von meinem Makel und brachte mir Orchideen! Drei schöne weißen Orchideen bekamen ich von drei verschiedenen lieben Freunde! Duftende Rosen, großen Sonnenblumen für das Sonnenkind und riesen Parardiesvögel… Ich kann mit geschenkten Blumen nicht umgehen. Wer sagt, dass Frauen immer gerne Blumen haben? Lieber Champagne!
Ohne Carola wäre alles nicht möglich. Sie kaufte für mich ein und streichte das schöne Partybrot. 5 Flaschen Champus haben wir weggetrunken. Ich hätte noch mehr geschafft.
Die Passanten spazierten neugierig vorbei, auch der neugierige Russe. Ich wollte ihm ein Glas Champagne. Roman fragte einfach, ob er eine Tasse Tee haben konnte. Ein verwirrter Gast, der einfach plötzlich da ist. Sehr lustig. Er schrieb mir sofort seine Adresse, weil er unbedingt bei der Einweihung sein möchte – die Teilnahme von diesem Fest wird leider per Einladungskarte organisiert. Er bewunderte meine schlechte Kalligraphie und meldete sich bereits für einen Kurs, der noch gar nicht gibt. Seine Handschrift war wunderschön, bereits ein Meister eigentlich… Sehr kurios.
Dann kamen eine englische Familie, ein altes japanisches Ehrpaar… Was für eine Fest, ja, mein Geburstag!
Den schönen Abend wurde wunderbar beendet, ich bekam noch einen Anruf aus Irland! Dieser Anruf hat mich riesig gefreut!
Ich danke alle, allen lieben Freunde! Ohne Euch wäre mein Leben ohne Farbe, mein Tee ohne Duft! Mein inneres Feuer, es brennt, lichtvoll.
Shui Tang ist seit zwei Wochen im Betrieb. Es war eine trubelente Zeit in jeglicher Hinsicht. Ich habe das Glück vor vielen Freunden weinen zu können, bei vielen Freunde meine Sorgen erzählen zu können und über mich selbst lachen zu können.
So wie Shui Tang heute steht ist nicht meine Leistung. Es steckt viele viele unsichtbare Helden dahinter. Oft wurde ich gefragt, ob ich nich stolz auf das Teehaus bin. Stolz auf etwas sein? Das Gefühl kenne ich nicht. Ich weiß, ich „muss“ Shui Tang nicht tun, ich will es einfach. Ich will es und tue es einfach. Ich fühle mich dabei nicht als etwas Besseres. Ich habe nicht vor Menschen zu erfreuen oder zu gefallen, ich bin einfach da.
Ich sehe Menschen kommen und gehen. Machmal kommt welche kritische edele Dame, die mich ganz kritisch unter die Lupe nimmt, nach etwas Bestimmtes sucht und bei Shui Tang nicht findet. Ich bewege mich nicht. Shui Tang muss niemanden gefallen. Shui Tang ist einfach da. Es ist einfach da für Menschen, die es schätzen. Ein „Müssen“ erzeugt eine Abhängigkeit. Aus einem „Wollen“ entsteht eine Freiheit – für sich selbst sein.
Zwei Todesfälle, ein Krankheitsfall und dann eine Hochzeit habe ich in letzter Zeit intensiv erlebt. Das Leben treibt mich in einer Richtung, vor der ich beängstigt begegnete. Sehr oft dachte ich, dass das Kosmos (der Gott) mich verlassen hat. Später erinnere ich mich wieder, dass das Kosmos immer mit mir in Eins ist. Oft spüre ich mein inneres Selbst nicht mehr, erledige nur die Dinge, ich funktioniere bloss… Bis es mir klar wurde, ich kann nicht gegen etwas kämpfen, nur für etwas.Ich spürte mein Feuer nicht mehr, irgendetwas wurde zu viel zugelassen, was mir nicht gut tut.
Einmal unterhielt ich mit Atong und Onkel Zhong. Onkel Zhong war ein Big Boss von Textilien-Industrie. Seine Geschichte erzählt er nie. Wie ertägt er, immer im Hintergrund zu bleiben und diesen kleinen Laden täglich zu hüten? Die beiden alternden Männer sagten mir, „Nur um selbst treu zu sein. “ Sie suchen keine Anerkennung, wollen nur Freude, Freude an Tee, Freude an Teilen mit Freunden.
Die Geschichte mit Shui Tang ist gleichzeitig mein Selbstfindungsprozess. Ich sehe, wie ich meine Umgebung „beseele“ und von meiner Umgebung „beseelt“ werde. In diesem Eins-werdenden Prozess erkenne ich mein inneres Feuer wieder, das lichtvoll brennt, auch wenn ich es nicht wahrneme. Ich spüre das Lebensström wieder so stark, dass ich fast weine. Auf der Zugfahrt an den Bodensee ertaunte ich wieder die saftigen grünen Wiesen, die lässigen Kühen und die feuchte Luft. Die Blumen wollen mich nicht unbedingt erfreuen, sie sind einfach nur da. Alles geschieht von sich selbst – durch das Lebensströmen.
Manchmal können die Dingen den zweiten Anlauf nehmen, scheitern aber an dem gleichen Punkt. Im Labyrinth der Gefühlswelt und der Menschen wird man wohl das gleiche Muster weiter wiederholen, bis man die Zusammenhänge einmal verstanden hat. Ein vermeintlicher Stich erzeugt einen anderen. Wir haben nichts von der Vergangenheit gelernt.
Als ich im Frühling 2006 den Baxian zum ersten Mal probierte, rünfte ich meine Nase. Dieser Tee sollte nach Pfirsich und Aprikose duften. Ich roch nur Fisch, Faulness und Laub. Vor allem erinnert er mich an meine Neujahreserlebnisse meiner Kindheit. Meine Großmutter kochte im 1.1. immer ein spezielles Senfgemüse, das mich genau an Faulness und Laub erinnerte. Das Gemüse sollte Glück bringen. Ihr Laune war nicht besonders glücksbringend und ihr Gemüse war im Auge eiens Kindes weniger als ein Glück.
Gerstern war ein ruhiger Tag. Plötzlich kam jemand in den Laden hinein spaziert, mit einer Sonnebrille und einem T-Shirt. Ich dachte, dieser Sunnyboy hat sich geirrt. Plötzlcih rief er „Miss Chou!“ Ich musste laut lachen. Ich kenne diesem Gestalt eigentlich immer nur mit Anzug und Kravatte und ich dachte er sei noch auf der anderen Seite des Erdkugels. Er sei vor paar Stunden firsch angekommen und morgen jettet er wieder in eine andere Richtung. Ja, ich roch noch sein Jetleg. Auch wenn wir uns im Moment seltener sehen und Gespräche meistens das Private ausklammern, weiß ich, dass er tief in mich schauen kann. Er scannte mich ein, auch jeden Fugen voller Schmerzen. Ich sagte, ich sei müde. „Du wußte, dass Du mich jeder Zeit anrufen kann. „Ich bin gut erzogen und störe niemanden bei der Arbeit.“ Ganbate (Gebe nicht auf), Menglin, schrieb er mir vor einer Woche. Dann erzählte er mir voller Freude, wie er mich zum ersten Mal gesichtet hat, wie ich Champus ein Glas nach dem anderen trank. Er wollte unbedingt meine Eltern in paar Wochen kennen lernen, weil sie zu meiner Einweihung kommen. Ich schüttelte meinen Kopf, ich wäre nicht scharf auf seine kennen zu lernen. Wie ein Sturm verschwand er wieder von meinem Horizont, aber ich lachte.
Es ist so, wenn man einen öffentliche Funktion hat, beobachtet man das Kommen und Gehen von Menschen. Ich frage nicht nach warum. Manchmal berüht man eine oder den anderen. Man lernt verschiedene Gestalt kennen und lerne, sie kommen und gehen zu lassen.
Ich lerne auf den Weg viele interessante Tee kennen. Es ist mir zwar bewußt, dass der Tee meine Reife braucht, um ihn zu verstehen. Reife einer Person kann man eben nicht erzwingen oder erwarten. Es geschieht oder nicht. Seit jenem Frühling lag der Baxian ganz ruhig in einer Dose und wartete vergeblich nach einem zweiten Anlauf mit mir.
Weichware-Entwickler Hans ist aus hohen Norden zurückgekert. In seinem Ferien wollte er mir bei der Korrektur des Teetextes helfen. Leider kam ich nicht dazu, geistig mit Tee zu befassen. Er erzählte mir von seinem Besuch bei Kristine und wir tranken den köstlichen Tee seiner neuen Entdeckung. Wie wäre es mit einem neuen Baxian? Im April sagte Aton mir, dass er mehrere Tees für mich vorbereitet hat. Einer davon ist Baxian. Damals dachte ich, vergeblich. Ich sagte ihm nichts, weil ich Vertrauen in ihm habe. Aber diesen Tee rührte ich nicht, seit er hier ist.
Tee trinken und entdecken braucht man Weggefährten. Ich bereitete den Baxian 2009 in Gaiwan zu. Langsam stieg der Duft in die Nase. Leise, präsente und konstante blumige Duft, der sekundeschnell zum reifenden Frucht wechselte. Nach paar Sekunde von Zögerung wechselte die Grade der Reife. Das reife weisse Pfirsich wartet nun auf meinen Biss. Süss, pfirsichfruchtig und sanft. Hans suchte in diesem Tee seine Bilder aus seinem Speicher und ich dachte an den verschlossenen Dose von vergessenem Baxian 2006. Auch Aton hat Schritte gemacht. Mein Lehrer gibt seinen Anfängergeist nicht auf, er geht immer weiter und bleibe nicht dort, wo er einmal war. Und ich?
Meine Kehle reagierte balsamiert auf diesem Tee. Nach paar Schlucken von dieser Köstlichkeit roch ich noch einmal die Tasse. Eine ganz klare Meldung von einem kühlen süssen nächtlichen Duft stieg hervor und ich wußte sofort, was es ist. Es war in Mingjian, mein erster Besuch bei diesem alten Haus von Aton. Er führte mich durch den Garten und zeigte mir die Blütendüfte. Nachts, als wir von Aming nach der Produktion zurück kamen, roch ich die feinen Blumen, der in Taiwan eigentlich fast in jedem Garten nächtlich duftet. Der Duft in der Nacht, heisst dieser Blume „Yei Lai Xing“, er war so präsent.
Vielleicht wurde ich tatsächlich reif für diese neue Begegnung mit Baxian. Dieser Baxian ist trotzdem kein Tee für jeden. Er wird nicht populär und gehört zu einem bestimmten Schrank und einer bestimmten Seele.
Gerade goss ich noch einmal den gesperrten Baxian 2006 auf. Die Pfirsich-Note und das fruchtige Süsse ist eindeutig zu merken. Die anderen unangenehmen Gerüche sind nur unwesentlich zu schmecken. Die Zeit hat diesen Tee „gereift“ – oder mich?
Es ist interessant die Welt durch die Augen eines Kindes zu betrachten.
Georgia kommt oft ein bisschen später in den Laden, weil sie dachte, sie würde andere Leute mit ihrem Kind stören. Wenn sie allein im Laden sind, dann putzt das kleine Alkyoni meinen Holzboden. Alkyoni hat die Fähigkeit unsere Welt mit natürlichem Geist zu entdecken. Sie fasst alles an, riecht an dem Gegenstand und dann beisst! Wenn wir in der Ruhe eine Tasse Tee trinken möchten, müssen wir dem kleinen auch etwas geben. Heute gab ich ihm ein Stück Kampfer-Holz zu spielen. Das Holz bekam ich von einem Mönch, der sich als reichster Mann auf der Insel fühlt, weil er viele viele wertvolles Holz aus dem Wald Zentral-Taiwans lagert.
Alkyoni biss fröhlich an das Holz. Es ruschte und saugte, als ob es die Kraft aus dieser sub-tropischen Insel erhielt, für sein Wachstum.
Ein Kind folgt seinem Unterbewußtsein, bzw. sein Bewußtsein. Bei denen ist es alles noch nicht so getrennt wie wir. Es lebt im Moment, im Hier und Jetzt. Ich beobachte gerne wie Kinder diese Welt entdecken und wie sie ihre Gestik und Handlungen ihren Bezugspersonen nachahmen. Ein Kind zuzuschauen ist ähnlich einen Tee zu trinken, wie einen gelagerten Tee.
Bei einem gelagerten Tee, dessen Zugang schwer ist, fehlt oft den Teeliebhaber die Information wie es einmal sein kann. Wie könnte man beurteilen, ob dieser gelagerte Tee, der auch einmal gut war. Es ist wohl einfacher bei einem Kind, von dem man die Spuren der Eltern ahnen kann und die Dynamik einer Struktur erraten kann. Bei einem Tee, der ein anderes Modus spricht, uns schwer fällt, ihn zu verstehen.
Roger und Alberto waren heute zum Tee und brachte die schöne Einladung für die Einweihung Shui Tangs. Ich dachte intuitiv, der Alishan 2004 dufte Alberto schmecken. Ein Tee, der mich an ein Kind errinnert, wie ein Kind die Welt kündigt. Ein Kind kündigt unsere Welt mit seinen Sinne aus Intuition. Und vor einem gelagerten Tee ist man praktisch wie rausgeschmissen und kann nur mit Intuition arbeiten. Aus einem Kind kann man die Spuren der Eltern lesen, aus einem gelagerten Tee liess man die Spuren des Millieus, wo er einmal war.
Die Düfte fesselten die Entdecker. „Was ist das? Was für einen Duft? An etwas erinnert er mich?“ Ich schwieg und beobachte. Ich sah die Bilder zwischen den Anwesenden, die in ihrem tiefen Garten nach ihren Bilder suchen. Was dieser Tee ihr Inneren berührte, bildete die Spannung am Tisch. Alberto war beeindruckt.
Wenn man einmal etwas loslassen kann, ist man plötzlich leichter und frei. Ich habe langsam wieder meinen Rythmus und bemerkte es heute in meinem Gang durch den Neumarkt. Eine „Laobanian“ in Shui Tang kann nur ihre Gäste bewirten, wenn sie ihren Wunsch lesen kann. Nach paar Tagen Übungen kann ich die Kasse immer besser bedienen und die Gäste waren immer wieder entzückt von dem Erlebnis des Tees in Shui Tang. Heute sagte eine junge Dame zu mir, „Was für ein Erlebnis!“
Was für ein Erlebnis? Dieser Anfängergeist macht ein Geschehen zu einem Erlebnis!
Jedes Jahr suche ich nach Fancy Oolong. Eigentlich ein total banaler Oolong, der in jedem Teeladen angeboten wird. Aber solche Fancy suche ich eben nicht. Einen bestimmten suche ich. Immer nur einen bestimmten.
Mit Aton habe ich schon längst gesprochen, viele „toten“ vergessenen Oolong wieder zum Leben zu erwecken. Ich bin der Meinung, dass wir durch Shui Tang etwas in Bewegung sezten können, in der Teewelt, Dinge zu beleben um gegen die Zeit zu rennen. Ich habe die Vision, Aton hat das Wissen. Wissen ist ein Code, ein Code zur Vergangenheit, zur Gegenwart und zur Zukunft – zur Macht.
Früher haben die Araber den Zaubersatz „Sesam öffne Dich!“ gebraucht, um vergessenen Schätze wieder zu entdecken. Was ist denn das moderne Zauberwort unserer Zeit zu Schätze, die unsichtbar ist und doch unser Leben entscheidend prägt?
Aton schickte mir einen Fancy und sagte, dieser Fancy kann nur von Aming gemacht werden. Aming sei der einzige, der diesen Tee machen kann. Ein Jahrgangsfancy ist rar, denn Fancy Oolong ist für Export bestimmt, er war der „Formosa Oolong“ vor Hundertjahren! Dieser Tee ist heute ein Blend von verschiedenen Jahrgänge, die zusammen noch einmal erfrischt werden und ins Ausland verkauft. Kein Wunder, dass dieser Tee ins Verruf geraten ist. Aton und ich wollte aber ein Fancy, der noch wie vor 100 Jahren schmeckt. Das bedeutet, das Material aus einem halb verwilderten Garten, aus reifen Blätter und aufwendige lange Fermentation ohne Klimatisierung…
Dieser Fancy schmeckt keineswegs wie der in Europa gewöhnte Fancy! Frisch, blumig, fruchtig und honigsüss! Sein Aufguss weicht meine Zunge und fliesst einfach in die Kehle. Der lange süsse Abgang erinnert mich nur an Honig von Longgan-Frucht! Seltener Tee mit seinen außergewöhnlichen Aromen! Doko! Dieser Tee hier ist der Tee, den wir wollen!
In Shui Tangs Visitenkarte ist Dokodare QR-Code sehr dominant. Viele Freunde haben mich gefragt, wozu! Ich konnte in jenem Moment nicht beantworten. Denn ich erahnte dort etwas, was mich schon immer berührt, aber nicht artikuliert werden kann. Wozu Dokodare? Wie kann eine moderne Technik mich so berühren?
Doko – wo, Dare – wer. Eine Verortungshinweise. Mit Shui Tang haben Roger, Chragi und ich ein Experiment vor. Wir möchten das Wissen des Tees verschlüsseln. Jeder Tee in Shui Tang bekommt ein QR-Code – Dokodare. In diesem Code ist alles um diesen Tee verschlüsselt.
Wissen ist heute demokratisch geworden, nicht wahr?
Aber ist es tatsächlich so?
Gibt es keine Geheimlehre mehr?
Man kann alles im Internet finden, nicht wahr?
Schätzt Du deswegen mehr das Wissen, was Du übers Netz einfach so erhalten hast?
Oder kopierst Du es weiter und paste es weiter irgendwo?
QR-Code ist der Satz, der früher Alibaba zu seinem Schatz führte. QR-Code ist der moderne „Sesam, öffne Dich!“. Ja, das wollen wir schaffen, jeder Tee in Shui Tang wird durch Q-Code vermittelt und das Wissen um diesen Tee ist ein Geheimnis, das man entweder sich die Mühe macht, nach Shui Tang zu laufen oder das magische QR-Code einscannen sollte, um das Wissen zu erlangen!
Wo ist dieser Tee? Was ist dieser Tee? Wer steckt hinter dieser Tee? Weltweit kann man, wenn man das QR-Code kennt, erhalten den Zugang zu diesem Wissen, das wir mit Sorgfalt irgendwo in dem Cyberspace aufbewahren…
Wissen ist ein Schatz. Ich teile gerne meinen Schatz mit Interessierten. Unsere Gesellschaft hat allerdings eine Krankheit: wir leben im Wohlstand, darum fallen alles auf unser Schoß. Mit Geld können wir alles kaufen, nicht wahr? Wann gibst Du Dir Mühe, um das Wesentliche zu verstehen und auch dafür zu erhalten?

Fancy Oolong Nostalgie wird auch ein QR-Code erhalten über seine Geburtsdaten, seine Gegenwart und vielleicht auch seine Zukunft!
Ich fühle mich eigentlich noch recht frisch und jung, aber wegen Shui Tang wurde ich plötzlich Laobannian – auf Chinesisch die Chefin. Diese Bezeichnung hat eine leichte abschätzende Färbung. Vor allem das Wort Lao – alt, passt mir überhaupt nicht.
Na, wie waren die ersten Tage als Laobannian? Das war die Frage vieler neugierigen Teefreunde! Anstatt an allen zu beantworten, schreibe ich hier, wie ich erlebte.
An dem ersten Tag war ich sehr nervös! Ich wußte einfach nicht, ob ich etwas falsch mache und vergesse! Natürlich passierte das auch, was nicht passieren sollte. Die Kasse konnte ich nicht richtig bedienen und den Teepreis konnte ich nicht auswendig! Viele Fehler, viele Ärger mit der Technik.
Meine Nachbaren verstehen nicht, was ich so mache. Meistens sitzen Leute an dem alten Antik-Tisch. Sie schwatzen, tranken und wollten nicht nach Hause. Mein werter Nachbar fragte, „Menglin, was macht Ihr denn ganzer Zeit? Ist es so in Deinem Business?“ Ich nickte meinen Kopf.
Am ersten Tag besuchten mich viele Freunde aus Taiwan und brachten mir schöne Orchideen! Sie sollen mir Glück bringen!
Unerwartete Freunde, zum Beispiel die liebe Esther aus Hamburg, inzwischen hoch schwanger, hat mich richtig überrascht! Dann lerne ich Georgia und ihre Tochter kennen, meine treusten Kunde, die jeden Tag kommen – Mathias sagte, seine Frau sei bereits abhängig. Ihre kleine Tochter sitzt am liebsten auf den Boden und putzt immer Gratis für mich den Holzboden. Ohne die beiden wäre Shui Tang farblos.
Ich erlebte wie unbekannte Menschen nebeneinander plötzlich Bekannte werden, wie die Augen der Menschen durch den Duft des Tees leuchteten und wie wir plötzlich ein Teil von Shui Tang wurden. Shui Tang ist eben nicht ein Laden, sondern ein Treffpunkt, eine Verortung vielen Menschen, die Dinge in Frage stellen und nach dem Wesentlichen des Lebens suchen. Endlich haben wir uns getroffen!
Das Wichtigste ist natürlich der Umsatz! So materialistisch bin ich zum Glück noch! Also ich finde, der Umsatz sollte besser werden!
Wenn mein Lehrer Aton schon einmal nach Europa reist – das erste Mal seines Lebens, muss er wohl richtig etwas tun! Er sagte mir im Telefon, er habe sich bereits an mich verkauft, als die Reise entschieden wurde! Hoffentlich mit einem guten Preis…
Seine Frau sagte, er habe weiche Beinen, also, er reist nie und wandert nie gerne. Wenn er überhaupt wohin geht, dann immer Teeplantage oder in die Bergen, wo Tee wächst… Diesmal kommt er nach Europa natürlich auch wegen Tee! Denn das Teehaus Shui Tang in der Schweiz wird am 29.08 offiziell eingeweiht!
Am 27.08 Donnerstag um 19 Uhr möchte Aton gerne die Düfte und Aromen von Oolong in Zürich zum Publikum sprechen lassen!
Kennst Du Oolong nur in grünen, lieblichen und leichten Form? Dann wird dieser Abend voller Überraschung sein! Die Welt des Oolongs ist Farbe!
Chen Huangtang 陳煥堂 aus Taiwan
Vortrag mit Teedegustation
Düfte und Aromen von Oolong
Übersetzer: Meng-Lin Chou
Am Donnerstag 27.08.2009 um 19 Uhr
Anmeldung erforderlich.
Die Organisation dieser Veranstaltung ist nun von Teeclub Schweiz übernommen.
Telefon: 044 / 776 18 08
info@teeclub.ch

Es ist ein entzückender Artikel. Es waren zwei wunderbare Begegnungen zwischen drei Menschen.
Shui Tang habe eine Spannung durch den Schaufenster aufgebaut und erwecke die Interesse eines Journalisten mit einem guten Riecher. Philipp studierte einst ostasiatione Kunstgeschichte und ist heute Journalist für Kunst und Kultur bei NZZ. Eigentlich hatte ich nicht immer gute Erfahrungen mit Journalisten, die im Grund genommen bereits fertige Storys hat und ihr Konzepte einfach bestätigen lassen wollen oder durchziehen. Sie leben selten im Hier und Jetzt. Die Begegnung mit Philipp war mehr als eine Überraschung. Wir teilen gemeinsame Interesse und die Liebe zum Tee. Ich schrieb ihm, ich habe mich sehr gefreut, einen Teeliebhaber kennen gelernt zu haben!
Zwei Tage später kam Sandra, ein unbeschriebenes Blatt in Sache mit Tee. Sie war von Anfang an fasziniert von der Schönheit der Teekunst. Viele Dinge müssen nicht ausgesprochen werden, um auszutauschen. Ich liess mich von Ihrer Begeisterung begeistern und bekam plötzlich das Gefühl, es ist doch richtig, was hier in Shui Tang geschieht!!
Es ist anstrengend, Shui Tang aufzubauen. Ich habe mich inzwischen viele neuen Neurose angewöhnt: jedes Mal bevor ich nach Hause gehe, schaue ich mindest drei Male, ob ich alle Fenster verschlossen habe, das Licht im Keller ausgeschalten habe und und und… Ich machte eine Checkliste, die mir jeden Tag vorschreibt, was ich nicht vergessen darf! Wenn ich gewußte hätte, was auf mich zukommt, hätte ich meine Finger weggelassen – vielleicht.
Doch es wächst. Und es entwickelt sich. Gestern kam der Jürgen, der vor einer Woche bereits da war, und mir sagte, „Was gibt es Neues?“ – wann ist denn eigentlich so weit?
Heute kamen bereits einige Besucher wegen dem Bericht von NZZ. Allen sagten zu mir – eigentlich hätten sie zu Ursula und Markus sagen müssen – „Was für einen schönen Laden!“
Der Bericht von NZZ über Shui Tang „Ort des schönen Wassers“.
Ab nächsten Mittwoch – ich habe mir ein Deadline gesetzt, ist Shui Tang wirklich OFFEN!