Es war eine intensive Zeit

Mittags sind Atong und seine Frau mit SWISS abgereist. Das Ziel ist Paris.

Als sie kamen, dachten sie, Paris ist teuer. Als sie abreiste, wussten sie, dass sie nächstest Mal gleich nach Frankfurt fliegen. Sie haben Deutschland ins Herzen geschlossen. Selbst in einer Weltstadt findet man einen Geschmack, der sie an Taiwan erinnert. Der Geschmack von einem guten traditionellen ortsspezifischen Handwerk.

In Zürich erfuhren sie dass Paris günstig ist und die Schweiz hochwertiges Lebensstandard pflegt. Und die Schweizer Berge prächtig und paradiesisch sind! 

Wenn man klar ist, dass man nie aus seiner eigenen Kraft etwas verwirklichen kann, was man als Vision nennt. Dann wird man das Demut üben und sich danken an allen, was zu diesem Werk beigetragen hat!

Chen, Huan Tang war zutiefst berührt. Er vergass seine Rückenschmerzen, seinen hinfälligen Körper und das Geld. Als ich ihm für seine Lehre etwas entschädigen möchte, sagte er mir, dass ich es behalten soll.

Ich kann es nicht behalten, genau so wie er stets in seinem Seminar von seinem Lehrer erwähne. In den letzten Tagen sagte er mir immer wieder, ihm fehlen Worte!

Jeden Abend kochte er. Jeden Morgen darf ich mir das Menü für das Frühstück wünschen. gestern zeigte er Tim, was er für mich auf Balkon eingepflanzt hat. Und mein Balkon war so sauer wie noch nie. Jiri hat recht. Er fragte mich, „Menglin, was machst Du mit diesen Pflanzen, wenn er abreist?“ Sie überleben wahrscheinlich gar nicht lang.

Er lobt mich nie. Er „tadelt“ mich immer wieder. Er redet wenig. Er ist die Person, die am unkompliziertesten ist. Wenn ich ihm fragen, willst Du eine Birne oder einen Apfel. Er antwortet, beides gut. Ich lachte jedesmal wenn er so antwortete. In Frankfurt bei Essen bestellen, sagte ich ihm, „Ich habe für Dich ein Holzfällersteck mit Spargel bestellt. Ist es gut?“ „ja, gut.“ „Wir fahren morgen nach Seewen, essen unterwegs. Ist es gut?“ „Ja, gut.“

Alles gut. Er hat all seine Energie für Tee reserviert und keine Kraft für solche Kleinigkeit. Ich bin auch so, leider können nicht alle Menschen damit umgehen. Weil sie Angst haben, Fehler zu machen. Habe ich keine Angst? Doch. Aber wir haben Vertrauen ineinander.

Seine Frau war unser Werker. Sie ist die beste Managerin zwischen uns. Sie managt Essensliste, Geschenkliste und die Teeliste im Seminar. Sie war der Brücke zwischen Taiwan und Europa, weil sie ein Iphone besitzt und App verwendet. Er hat nichts.

Wir wurden von Menschen aufgenommen, geführt und bewirtet, die wir nicht richtig kennen. Er fragte mich, warum es so Unterschiede gibt zwischen Menschen? Warum Lionel so viel tun für ihn. Ich sagte, naja, sein Tee spricht ja ganzer Zeit zu Lionel. Er kennt ihn bereits in einer anderen Welt…

Jemand fragte ihm im Seminar, dass er Tee beseelt und ob er das Gefühl hat, dass er Tee wie Menschen betrachtet. Seine Antwort klingelt noch an meine Ohren:

„Wenn Du sanftmütig zum Tee bist, erwidert Tee Dir eine schale sanfmütigen Aufguss. Tee ist einfach. Anders als Mensch. Wenn Du freundlich zu Menschen bist, wird Dir nicht immer Freundlichkeit erwidert. Denn der Mensch denkt und interpretiert!“

 

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