Warum eine Corona-Edition 2020 in Shui Tang -I

Wir erlebten zwischen Mitte März und Mitte Mai ein sogenannten Shut Down in der Schweiz und im Europa. In dieser ausserordentlichen Zeit schienen alles stehengeblieben. Geschäfte geschlossen, Restaurant geschlossen und Menschen sollen zu Hause bleiben. Es wurde als «wirtschaftlicher Stilstand» bezeichnet.

Während diesem «Stilstand» ging ich häufig spazieren, was ich gewöhnlich nicht machen würde, weil ich in Shui Tang stehen muss. Im Freien beobachtete ich wie die Schritte von dem Frühling näher schritten. Die Insekten flogen, die Vögeln zwitscherten und die Bienen arbeiteten. Die Bäume sprossen, die Blumen blühten und die Grässer wuchst. Wohin ich sah, war kein Stilstand. Alles entfalteten sich zu rechter Zeit und an rechten Ort! Der Stilstand gab es nur in der Zeitung, in unseren Köpfen und in dem Rechner!

Ich hatte die Idee einen besonderen Tee produzieren lassen wollen für die ausserordentliche Geschichte der Menschheit. Eine Pest, der die moderne hochtechnische Gesellschaft zu vermeintlichem Stilstand bringt, sollte in der Erinnerung bleiben. Als Warnzeigen, um zu wissen, nichts ist unverwundbar. Als Hilfe, um zu realisieren, dass wir Lebewesen sind, nicht der Gott. Als Chance zu begreifen, der Verzicht ist eine Chance, um weiter zu gehen.

Pirsichblüte und Pfirsichbaum sind kulturelle Symbole der chinesischen Kultur. Pfirsichblüte bedeutet Eros – ein Aspekt von einer Verbindung zu anderen Menschen. Dass Pfirsichblüte blühen vereinzelt anstatt als staudenvolle Blüten (wie zum Beispiel Kirschblüten oder Aprikosenblüten), signalisiert die Unabhängigkeit und Individualität. Eine freie Verbindung zwischen Menschen, in der Respekt und Freiheit im Vordergrund stehen. In Shi-Jing (11. Jh.-6. Jh vor Ch.) sang man vor 3000 Jahren Lieder über Pfirsichblüten für die liebenden Personen. Und “The Peach Blossom Spring” erzählte Dichter Tao Yuanming über eine Utopie und der Pfirsichblüten Wald ist ebenfalls ein Symbol im Taoismus von einem Ort, wo aufrichtige Energie weilen und Teufel vertreiben kann. Darum werden Pfirsichholz für taoistische Ritual verwendet, um die höchste Kraft der Erde zu symbolisieren. Pfisichblüten sind ausserordentliche Blumen.

Simon Trüb nahm den Auftrag an und gestaltet ein facettenreiches Bild. Ein blühender Pfirsichzweig wird besucht von Bienen, die nicht anders macht als zu «verbinden»! Während des vermeintlichen Stilstands arbeitet die Natur weiter. Aus den Blüten werden Früchte entstehen! Und in diesem idyllischen Bild gibt es doch eine verwelkte Blüte, dessen Blütenblätter sich zerfallen in der Luft. Ein Corona-Virus wird sichtbar. Blütenblätter und Virus gehören zur Natur.

Daxueshan Yesheng Gushu Pu Er ist ein Pu Er Tee, dessen Bäume über 3000 Meter wachsen und über 300 Jahre alt sind. Diese Pflanzen sind nicht kultiviert und genetisch «wild» – sie gehören nicht zu herkömmlichen Camelia Sinensis Assamica. Dieser Tee kann man jetzt trinken. Man kann ihn auch wie in der chinesischen Tradition lagern. Nach der Reifung offenbart er uns ein neuer vorher nicht gesehener Aspekt des Tees – wie eine vermeintliche Krise mit Distanz zu lesen.

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