Das Schwarze Loch

Serafino sagte, der Teetisch in Shui Tang sei ein schwarzer Loch.
Jedes Mal wenn er dort ist, vergeht die Zeit wie ein Pfeil. Warum ist die Zeit wieder gekommen, zu gehen?
Ein Schwarzer Loch kann er nicht beobachten, wenn man mitten drin stehe, sagte er. Man muss aus dem Loch heraus, anhand der Beobachtung von den Folgen des Hineinfallens der Materie.
Shui Tang ist nun mitten im sechsten Jahr. Für mich ist es nicht nur eine Zahl. Es ist eine Verdichtung. Verdichtung von Zeit und Energie. Dieser Ort hat viele Dinge aus dieser Periode herauskristallisiert durch die Interaktion mit Menschen, die in diesem Loch hineinfallen.
Es sind viele Geschichte entstanden.
Geschichte, die berühren.
In dieser Stadt, an diesem Ort gibt es so einen Stamm. Oder besser gesagt ein Stamm von Menschen aus irgendwo, die auf dieses Loch reagieren.
Diese Menschen fühlen sich natürlich angezogen. Sie entscheiden sich freiwillig an diesem Tisch zu kommen und erzählen mir manchmal mit Wörtern, manchmal mit Augen, oft bloss mit ihrem Dasein ihre eigene Geschichten.
Sie wählen den Ort, suchen die Menschen aus, um Geschichte auszutauschen oder geschehen zu lassen.
Unsere Zivilisation gleicht ebenfalls wie einen schwarzen Loch.
Viele Materie fallen hinein und verschwanden.
Ich muss ganz weit zwischen verschiedenen schwarzen Löcher stehen, damit ich noch draußen bleiben.
Viele viele Dinge verschwinden. Selbst wenn alles verschwindet, wäre ein Versuch wert, etwas zu bewahren. Zum Beispiel Tee. Und bestimmt noch damit verbundene Dinge.

Was hat Tee für mich eine Bedeutung.
Keine.
Ich verstehe viele Dinge auch noch nicht.
Wozu mache ich so ein Geschäft? Keine Ahnung, warum.
Früher konnte ich schön argumentieren. Heute finde ich besser zu schweigen. Ich antworte oft, „Geld verdienen.“ Was sonst? Besser als gewöhnlich von Menschen kommentiert zu werden, als verherrlicht.
Ich verstehe nicht warum. Aber ich habe Vertrauen.
Jedes Neujahr, jeder neuer Anfang, bedeutet oft eine neue Antwort für das Leben zu erfinden.
Manchmal schafft man es, oft ohne Lösung.
Abschied von Vertrauten oder Vergangenen braucht man Mut.

Etwas Neues ANzuFANGEN, will ich unbedingt GLAUBEN!
Ich glaube, es klappt.
Du auch.

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