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Tianmenshan Gushu Pu Er -III

https://www.thepaper.cn/newsDetail_forward_3450995

Die Teebäume in Tianmenshan sind für mich die Bäume, die den Mond anstösst! Prächtig und würdevoll.

Gestern fand ich zufällig heraus, dass es ein Waldbrand in Tianmenshan vor einem Monat stattfand! Das chinesische Medien behaupte, dass das Feuer aus Laos mit dem Wind kam und die alten starken Bäume verschont geblieben sind. Ich fand sogar ein Video heraus – möchte hier aber nicht zeigen, weil ich die Quelle auch nicht sicher kenne.

Die Vorstellungskraft der Menschheit entscheidet die Zukunft unseres Tee, unseres Planeten und unseres Spezies. Wohin wollen wir?

In dieser Online Tageszeitung lass ich auch, dass es verschiedene Waldbrände in Yunnan im Moment stattfinden. Es ist zu trocken und zu warm. Es wird zugleich gewarnt, dass der Preis des Tees spekuliert wird, gerade durch die Naturkatastrophe!

In diesem Jahr entschied sich Yu keinen Tee aus Guafengzhai und Daheishan bei Yibang zu produzieren, weil es fast keine Ernte gibt in dieser Trockenheit, weil der Preis irrational gestiegen ist. Wer letztes Jahr und früher viele gute Pu Er eingekauft hat, hat Glück. Und es ist wirklich die Zeit, kurz stehenzubleiben, um sich zu fragen, wohin wollen wir?

Jeden Tag 17 Minuten…

Meng Lin, ich finde, du hast sehr viel dafür geleistet, dass du dich nicht unbedingt einsam fühlen musst. Ein paar gute Leute sind immer da und wollen sicherlich, dass es allen gut geht. So empfinde ich das, und bin dankbar, dass du imstande bist, so einen Laden zu führen, wo man hingehen kann und auch Leute treffen kann, über die man sich freut, wenn man sie sieht. So einfach empfinde ich das und wünsche dir viel Energie. Und Kunst ist ein grosser Energiegeber, sie ist wie eine mächtige elektrische Batterie, die dem Menschen doch auch in schwierigen Zeiten Kraft spendet. Und der Mond leuchtet nicht von allein, er reflektiert die Sonne, und wir auf Erden erfreuen uns des Lichtes, der Sonne und der Sterne:-).

Meine Zeile über Einsamkeit und Gemeinsamkeit hat L. zum Nachdenken gebracht und heute bekam ich einen langen Email zu lesen, das mich ermutigen sollte, sich nicht einsam in Zürich zu fühlen.

Ich fühle mich nicht allein. Einsam-Sein ist nur ein Zustand ohne Konnotation und bietet einen Raum, mich selbst zu begegnen. Ich pflege jeden Tag diesen Raum – also meine Einsamkeit, auch wenn meistens Menschen um mich sind. Gerade wenn Menschen um mich sind, muss ich um so mehr diesen Raum beschützen!

Wie oft habe ich mich gefragt, was bringt mir eine Tasse Tee? Was bringt Shui Tang in Zürich? Was bringt Tee dieser Welt? Wozu ich? Diese Frage wird oft brennend, wen viele Menschen im Kaufrausch sind und sich in Shui Tang irrten. Was bringt das?

Was bringt eine Tasse Tee in dieser Welt im Krieg, vor einem ausbrechenden Krieg oder nach einem verheerenden Krieg?

Umgekehrt kann ich mich fragen, kannst Du dem Tee jeden Tag 17 Minuten geben? Kann ich mir selbst jeden Tag 17 Minuten geben? Wenn Du es Dir nicht jeden Tag geben kannst, dann vielleicht einmal wöchentlich oder gar nur 17 Minuten in einem Leben? Warum nur 17 Minuten? Tee kann Dir weder Reichtum noch Rum geben. Genau wie die Poesie. In dem Kampf der Erlebnisgesellschaft kann Tee nur weiter nach hinten treten und ans Ecke gedrängt werden.

Die Zahl 17, 1+7 = 8. Nummer 8 ist der Anfang nach einem Zyklus und das Symbol der Unendlichkeit.

Wie wäre es ein Tag ohne Duft aus einer Tasse, keine Farbe in dem See meiner Schale? In diesen 17 Minuten hast Du Duft in der Nase, Aromen im Gaumen, und Bilder im Kopf. In diesen 17 Minuten kann ich den Ruf aus dem Wald hören, das Nordlicht auf meinem Dach ahnen und die Verbindung zu jemandem, der mir am Herzen liegt, spüren. Diese kurzen 17 Minuten ist wie ein heiliger Raum, der mir Klänge und Töne schenkt – in einer desillusionierten Welt.

Neulich schrieb Tim mir, dass er sich so sehr auf den ersten Schnee in Zürich freut. „Warum?“ „Weil in diesem Moment Magie über Zürich herrscht!“ Dieser Sad-Boy berührt mich immer wieder mit seiner nebensächlichen Bemerkung. Kannst Du Dich noch an den Tee erinnern, der Deine schöne dunkle Seite des Lebens offenbart? Ich weiß nicht, ob er es noch genau weiß. Ich weiß, dass er die Funken aus der anderen Welt wahrnehmen kann und dass er etwas in seinem Leben hat, was ihm nährt und flüstert, wenn er auf der Suche ist! Er wird sich rechtzeitig an dem Geschmack des Tees erinnern!

Ich warte auch auf dem ersten Schnee. Der erste Schnee bleibt nicht, bringt alles durcheinander und bedeckt das, was die Zeit vergessen will.

Kannst Du Dir jeden Tag 17 Minuten Zeit geben, für eine Tasse Tee? Oder anders formuliert für Deine Einsamkeit! Und wenn der erste Schnee kommt, lass Dich in diesem 17 Minuten von der Magie Zürichs verzaubern!

Verwelkte Blumen – Pflaumenkult der chinesischen Ästhetik III

Fortsetzung zu Beiträge über Pflaumenkult in der chinesischen Ästhetik.

Ich habe nicht vergessen, den Beitrag über die Verschiebung von Pflaumenblüte in der japanischen Ästhetik zu schreiben. Die konkurierende Beziehung zwischen Pflaumenblüte und Kirschblüte widerspiegelt der Beziehung zwischen China und Japan.

Identität entsteht aus der Notwendigkeit der Unterscheidung von den Anderen. Das Ich wird durch das Anderen definiert. Das Ich mit einem Wir zu erweitern und mit einem Symbol zu von WIR zu suggerieren gehört zur bestimmen politischen Rhetorik. In Taiwan war es Pflaumenblüte, was der im Bürgerkrieg gegen Mao verlorene Republik ein wenig Selbstvertrauen suggerieren sollte. In Japan ist Kirschblüte seit dem 9. Jh. das nationale Symbol. Und China fungiert als der „wichtigste“ Andere in der japanischen Geschichte.

Fast alle so genannte japanische Kulturgüter, die wir heute so bewundern, wurzeln in China. Die chinesische Kultur war als einen nahrhaften Boden verstanden und konnte der eigenen Entwicklung Japans vorantreiben. Und in diesen Entwicklungsprozessen wird das Japanische formuliert.

Kein Wunder galt die Pflaumenblüte in alten Japan als die Blüte der Liebe, der Frühling und Treu. Und Pflaumenblüte bewundern war einer der wichtigsten Tätigkeit des Hofes im 7-8 Jahrhundert, weil genau diese Blumen-Party in Liuchao-Periode Chinas (3.Jh-6. Jh.) Manyoshu ist DAS Gedichtsammlung Japans (4.-8- Jahrhundert) umfasst 4496 Gedichte. Loblieder für Pflaumenblüte waren 118 Stücke, während nur 44 Gedichte für Kirschblüte geschrieben wurden.

Trotzdem gab es in der japanischen Gesellschaft bereits Menschen, die aus einfachen Schichten stammen und Kirschblüte lobten und dichten – während die Oberschicht noch Poesie für Pflaumenblüte schrieben. Vielleicht war es auch eine Protest-Bewegung gegenüber die Dominanz der herrschenden Kultur.

Das erste Hanami von Kirschblüte im japanischen Hof war 813. Aber der Kronprinz und seine Gefolgschaft trugen immer noch das Haarschmuck aus Pflaumenblüte in Feier. Eine sichtbare Veränderung sieht man erst durch die Popularität der eigenständigen japanischen Malerei, die sich aus dem chinesischen Vorbild emanzipiert. Gleichzeitig hörte der Entsandt von Studenten nach China im Lauf 894 auf. Kirschbäume wurden immer öfters erwähnt und angepflanzt. Im 12. Jh. wurden vier verschiedenen Bäume auf dem Fussballplatz im Hof angepflanzt: Kirsch, Weiden, Kiefer und Ahorn. Pflaumenbaum wurde nicht erwähnt.

Trotzdem war China immer noch das Vorbild. Gedichte auf Chinesisch zu schreiben (ohne chinesische Grammatik), chinesische Texte und Güter wurden immer noch weiter adaptiert. Erst in der Edo-Zeit (17. Jh) fragte ein Botaniker Kaibara Ekiken (1630-1714) fragte in Nagasaki einen Chinese, ob es in China Kirschbaum gibt. Der Chinese antwortete auf die Frage mit Nein. Somit gründete Ekiken in seiner Abhandlung die Besonderheit von Kirschpflanzen in Japan – es sei wirklich NUR japanisch. In der Tat gibt es in vielen Ländern auch in China Kirschbäumen. Die Kult Kirschblüte als das typische Japanische ist nicht mehr aufzuhalten.

In dem Prozess der Stiftung der Identität wird das Typische und Einmalige gesucht. Kirschblüte war eine Projektionsfläche für die Selbstfindung Japans. Der Charakter dieser Blüten liefern die Nahrung für das Nachdenken über die grundlegende Themen eines Individuum wie Geburt und Tod, wie Zerfall und Erneuerung. Darum finden wir so viele Attribute über Kirschblüte, zum Beispiel Blumenpracht als treue Soldaten oder verwelkte Blüten als Tod und später verherrlicht als eine Tugend, für Kaiser und für die Nation zu sterben (Emiko 2014: 213-215).

Kirschblüte verwelken, wenn der Frühling vergeht. Die Menschen werden gebogen weil wir von Ideen und Moral manipuliert werden. Wir werden wohl ein bisschen biegen müssen, um einen Raum zu schaffen, um unser wahres Selbst zu pflegen. Wir werden auch in der Lage sein, diese Kraft als Prüfstein betrachten zu können, wenn wir einen Raum gestalten haben und es als eine Chance sehen. Trotzdem möchte ich nicht diese Kraft sein, Macht auf das Kollektive auszuüben, die ANDEREN zu biegen und noch weniger die Schwerkraft dieser Biegung zu spielen. Mitläufer sind die Schwerkraft dieses Aktes.

Was warten die verwelkten Blumen im Herbst? Den Winter rieche ich bereits. Die leere Blicke der Blumen antworteten nicht. Verwelkte Blumen warten vielleicht auf das Wasser, das sie mitnimmt. Und ich warte auf den Ost Wind, der den Krumen Pflaumenbaum erweckt. Der Wind wird kommen.

Adventgespräch 2018 in Shui Tang

Am 03.12.2017 fand ein Adventgespräch mit Brigitte Egger in Shui Tang statt. Gesprochen wurde über die Symbolik des Wassers. Die Diskussion war anregend und wir waren fasziniert von der Tiefe des „Wassers“ als Symbol der Menschheit. Somit wollen wir in diesem Jahr mit dem Thema weiter fahren!

Das Gespräch über das Wasser an einem Ort des schönen Wassers! Für mich ist das Wasser die Form einer tonisierenden Energie fürs Leben – sei es geistig oder materialistisch. Jeder Mensch, der seinen inneren Brunnen gefunden hat, sprudelt von Inspiration und Kraft des Lebens! Selbstverständlich in geistiger und materieller Formen!

Ich freue mich auf zahlreiche Erscheinung und Anmeldung ist erforderlich!

Pflaumen-Kult in der chinesischen Ästhetik I

Pflaumen von Rosetsu

Das ist ein ausgestelltes Bild von der japanischen Maler Rosetsu. Im Moment kann man im Rietbergmuseum das Original betrachten.

Weshalb malt der Rosetsu 長沢芦雪 ein Bild von einem alten Pflaumenbaum, der im späten Winter blüht?

Die beiden geposteten Yixing-Kannen von Sun, Chao und von Yu, Jiaojian haben ebenfalls das Motiv von Pflaumenbaum. Und wir können es als Hauptmotiv in unzähligen chinesischen Werke finden. Ist Pflaumenkult ein Tor zu chinesischer Ästhetik?

Pflaumenbaum blühen im späten Winter und im frühen Frühling. Seine Blüte verkunden das Klopfen des Frühlings im chinesischen Neujahr. Anders als Kirschbäume kann ein Pflaumenbaum erst beginnen Blüte zu zeigen, wenn sie älter sind. Rosetsu malt einen älteren Pflaumenbaum, dessen Stamm bereits von Würmer zerfressen ist. Die Aste sind gebogen. Aber wenn der Ostwind weht, vergisst er nicht zu blühen. Er ist der Einzige in den kalten Tagen seine Blüte öffnet. Diese Eigenschaft macht er zu einem Symbol von Aufrichtigkeit und Stärke der Willen. In seinem Bild wachsen die Zweige ausschließlich nach oben – anders als die Kirschblüten. Die gebogenen Zweige symbolisieren den Widerstandscharakter und die Einfachheit des seins. Die Blüten wollen nicht gefallen. Sie blühen weil es die Zeit ist. Wenn der Ostwind weht, auch wenn man gezwungen wurde zu biegen, ist die Zeit, die Botschaft zu verkunden. Es ist die Zeit zu gehen, wenn es so weit ist. Ein alter Baum, der im Frühlingswind voll blüht – ist eine Botschaft von I-Ching (Yijing) und ebenfalls ein Zen-Kuan (Guan).

Schüler fragte dem Meister Da Chengshan Mönch, „Was passiert, wenn ein alter Baum den Frühling begegnet?“ Meister antwortet, „Selten gibt ein Baum nicht auf.“ Selten gibt ein Baum auf, wenn der Frühling ankommt! Wenn Hoffnung kommt, gebe nicht auf.

Wenn Hoffnung kommt, gebe nicht auf. Das verkundet der blühende Pflaumenbaum. Durch diesen zugeschriebenen Charakter wurde die Pflaumenblüte zu einem Kult seit Song-Dynastie. Die oft politisch unterdruckten Intellektuellen verwenden das Motiv in der Dichtung und Malerei. Ebenfalls auch in den Teatoys, die sie gerne als Lebensstil verwenden. Sie durften nicht klar sagen, wie sie sich fühlten und klagten, so dass sie sich oft als ein fast verdörrter Pflaumenbaum angeben, der auf den Frühling warteten, zu blühen. So ein Kult hat natürlich mit der gepflegte chinesische Ästhetik zu tun, die aus einem Zeitgefühl die Phänomenen der Vergänglichkeit betrachtet. Nicht beeindruckt von Auf und Ab, nicht verwickelt in der Vergänglichkeit und Aufrichtig zu eigenem Standpunkt zu stehen sind die Aussagen aus einem anderen Standpunkt aus der Ewigkeit die Welt zu betrachten. Das Momentane ist vergänglich. Das Ewige ist in uns!

In nächsten Beitrag möchte ich über den besonderen Vorstellung von Duft des Pflaumen erörtern und den Zusammenhang von dem Duft (eigentlich duftlos) zu Ping-Dan Ästhetik zu verdeutlichen. Sehr wahrscheinlich beim übernächsten Beitrag über die Unterscheidung zwischen Pflaumen-Kult und Kirschblüte-Kult und ihren Hintergrund aus der Perspektive eines japanischen Anthropologin!

吾家洗硯池頭樹,個個花開淡墨痕。

Dort wo mein Reibstein von Kalligraphieübung gewachsen wird, blüht gerade ein Pflaumenbaum. Das ist eine spezielle Sorte und seine Blüten sind voll im schwarz-weiss Pracht.

不要人夸好顏色,只留清氣滿乾坤。

Die Blüten erwarten keinen Lob. Sie wollen nur ihren klären Duft den Raum füllen und so in dem Universum Spuren hinterlassen.

Wang, Mian aus Yuan Dynastie (1349) 王冕, 元。

Ps. Es ist spannend bei dieser Ausstellung in Rietberg-Musuem über die Art, wie Rosetsu sich vorstellt, wie eine chinesische Schönheit ist oder ein chinesische Persönlichkeit. Natürlich darf man nicht übersehen, wie er die Perspektive der Menschen malt, wenn sie zueinander schauen, oder über die Hunde und Vögeln! Ich war sehr berührt am Sonntag.

蓮珠 Lotus-Perle Zhuni Kanne

Lian-Zhu Zhuni Kanne. 蓮珠朱泥壺

Von 張谷良 Zhang, Guliang. 100% per Hand geklopft. Schüler von Jiang, Yongjun蔣雍君

120 ml

Jingyuan Hu 靜圓壺 – Fülle und Gelassenheit

Die Teekannemeisterin beschreibt für die Zertifikat über ihre Idee bei dem Gestalten so:

Jing Yuan 靜圓壺

Diese Kanne ist nach dem traditionellen Vorbild gestalten. Die geschmeidige Kreisförmige Linie sollte uns Zufriedenheit und Vollkommenheit vermitteln. Gleichzeitig wird die Ruhe in diesem Atmosphäre zum Vordergrund gebracht. Die geschmeidige fliessende Form ist die wahre Zisha Kanne Kunst. Mit meiner reinen Handarbeit möchte ich die Schönheit der alten Tradition wieder beleben.

Zhang, Chenye 張晨燁

圓珠 Yuanzhu ( eine runde Perle) Kanne Form ist bei der Kreation als Vorbild gedacht. Die Linie des Kreises wird hier betont. Weil der runde Kreis einen idealen Zustand der chinesischen Kultur symbolisiert. Dieser ideale Zustand bedeutet Fülle und Zufriedenheit. Nach diesem Bild wurde die Jing Yuan Kanne gestalten. Der grosse runde Körper ist wie in einem Fluss gerundet. Stärke und Sanftheit in einem. Alles wird eingegliedert, so dass die Fülle sich offenbart.

Der Aufguss ist mit einer schönen kurvigen Linien anstatt einem Kreises angefertigt, damit eine gewisse Ruhe in die Formensprache zurückkehren kann. Eine Kanne, die Fülle assoziieren will, zugleich den Frieden und Gelassenheit als spirituelle Attribute von Fülle zu interpretieren versucht.