牡丹花見 Päonie Hanami

牡丹花見 Päonie Hanami

Die Fotos erzählen eine Geschichte.
Einst in China, es war Tang-Dynastie. Päonie, auf Chinasisch Mudan wurde als die Blumen der Nation verehrt. die Vergehrung fing beim Hof an und setzte sich überall aufs Land durch. Jedes Jahr, wenn die Blumen blühen, treffen sich die Menschen, so wie heute in Japan zur Kirschblüten-Zeit. Sie tranken, sangen und dichteten.
Hannes hat einen wunderbaren Garten in Zürich. In diesem wunderbaren Garten blühen jedes Jahr im Mai diese herrlichen Blumen. Er ist Teeliebhaber und hat einen sehr guten Geschmack an Musik und an das Kulinarische. Vor allem er hat das Herz mit anderen Menschen die Schönheit des Lebens zu teilen, anstatt sie für sich zu präsentieren. Wir haben bei dem Kosmos einen sonnigen und leicht windigen Tag bestellt. Da Buddhas Mitgefühl für die schwachen Subjekte haben, wurden unsere Wünsche erfüllt. Es war genau wie es sein sollte! Also, Buddhas haben tatsächlich Mitgefühl.
Ich bereitete Tee mit Ryjakupon – die einfachste Teezubereitungsmethode von Cha No Yu. Alex und Adrian bauten eine sehr poetischen Windschutz für das fragile Flammern der Leidenschaft. Sie besteht aus dem Holz von vergangenen Päonie-Asten. Früher, laut Erzählungen, in sehr gehobenen Gescha-Häuser (Dayu) wurden im Winter dieses Holz verbennt. Der Duft des brennenden Päonie-Holzes verleiht die nächtliche Zusammenkunft ein Hauch von Erotik, Nobelness und Poesie.
Wir suchten einen Hang aus. Die Gäste hatten den Blick von bezaubernden Blüten und dem Zürichsee. Sie rutschten während des Teetrinkens immer näher zu mir wegen der Plastik und der steilen Hang. So kamen wir immer näher. Die Atmosphäre war entspannt, spannend und mit vielen vielen Abspann.
Jürg zelebrierte einen Gongfu Cha. Die Gästen hatten endlich Möglichkeit richtig zu sitzen!
Am Ende knallten wir etwas Sprudelndes – es muss immer so sein, denn ich habe eigentlich nur auf das gewartet.
Heute wachte ich mit Muskelkater auf – Nachgeschmack vom Päonie-Hanami.
Gibt es einen Unterschied zwischen dem Freude im 10. Jahrhunder in der chinesischen Tang-Zeit und dem Spass im 21. Jahrhunder am Aplenrand? Nein. Wirklich nicht.
Päonie 2012

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