Alt Banzhang 老班章(Lao Banzhang) 2011

Vor meiner Reise erzählte You von einem Wald. „Du wirst hier sehr glücklich sein.“
Ich bin hier glücklich vor meinem Computer, erwiderte ich. Er lächelte im Viber.
Glück, was für ein Modewort?
Aber diese Fladen sollte aus diesem sehr glücklichen Wald kommen.
Ich hatte zu wenig Zeit vor meiner Abreise. Irgendwie goss ich in der Eile diesen Tee auf und der Geschmack erinnerte mich an einem charaktervollen Pu Er und das Echo? Breit und weit. Aber diese Breite und Weite haben keine besondere Bedeutung in einem gehektischen Alltag. Neben dem schnell zu packendem Gepäck waren noch viele viele Laster, die mich nur noch beweglicher bewegten.
Als wir endlich unsere Vegi-Freunde in dem Bergen von Shuili bei Nantou glücklich machen konnten, waren wir von einem Obstgarten und Bergen umgebend. Es war wunderschön! Und das Gericht, das bekannte Pflaumen-Bankett sein sollte, war Servela und Chicken-Nuggets. Ich war sauer und verweigerte den vollen Restaurant-Betrag zu bezahlen. Der Busfahrer wollte seine Idee durchsetzen und uns woanders hinbringen. Mein Lehrer Atong war am überlegen. Ich schrie laut und insisterte, „Wir wollten zu dem Hängebrücke!!!“ Der Busfahrer wollte noch einmal woanders hin und ich sagte noch einmal, wo ich hin wollte.
Dann liefen wir zum Hängebrücke.
Ich liebte Hängebrücke. Ein Ort der Zwischenort. So ähnlich wie eine Insel.
Mit paar Leuten liefen wir zu schnell und dann rief Atong: „Menglin, Menglin!“
„Hou!“ ich rannte zu dem Ruf.
Ich rannte.
Dann waren sie neben viele Teebuschen neben dem Brücke. Ein Herr voller Stolz. So viel Stolz braucht eigentlich ein Mensch gar nicht. Er machte vor mir Bemerkungen zu meinem Lehrer, wie schnell er auch alterte und unbeweglich wurde. Atong stimmte zu, wie alt und unbeweglich er wurde. Diese beiden alternden Herrn streichelten die Teebuschen, die ganz anders aussehen als die, die wir auf der Reise begegnen. „Sie sind die Ureinwohner der Teebäume in Taiwan.“ Sie kommen aus dem tiefen Bergen Taiwans. Plötzlich dachte ich an dem legendären Ort, wo Holländer früher in Taiwan Wilde Teebäume entdeckten – es war Shui Lian Sha! Ja, wir sind jetzt wieder dort, in Shui Lian Sha. Wie kann dieser Tee schmecken? Der stolze Herr sagte, er mache aus ihm Wulong und roten Tee. „Gibt es etwas zu probieren?“ Er schüttelte seinen Kopf. Atong wollte gleich aufbrechen. Mehr gesellschaftliche Floskel muss man nicht mehr wechseln…

Irgendwann waren wir alle bei You. Alle wollten den Lao Banzhang 老班章kaufen! You hat die letzten 6 Stapel schon vor meiner Abreise für mich reserviert, weil er überzeugt ist, ich würde diesen Wald lieben.
Ich sass neben ihm und umgebend von vielen guten Freunde des Tees. Bei uns herrschte eine Art von Ruhe, als ob diese Ruhe aus diesem Wald zu uns den den Tisch wehte. Die Vielschichtigkeit und das Echo aus dem tiefen Wald! „Wie alt sind diese Bäume?“ „Sehr alt.“ Ich brauche keine Zahl. Das Süsse der Frühlingsknospe und das Echo des Tees, das direkt an meinem Kopf und Füsse erreichte, versetzten mich in jenen Wald. Ich schloss meine Augen und sahe, als ob die Blumen in meinen Füssen atmen würden und ich dem Baum würde. So alt und vieles vieles gesehen und erlebt. Mit so vielen Höhen und Tiefen immer noch ganz treu auf dieser Erde stehend blickt der Baum zu Sonne!
Lao Banzhan, aus einem Dort namens Banzhang in Bergen Yunnans zwischen Bulang-Shan und Hekai-Shan, ist im Moment der superlative Pu Er-Fladen – genau wegen diesem Wald. Der Preis ist erschrecklich kostbar.
Dieser Tee sei der König!
Für mich ist er einfach alt.
„Willst Du einmal mitkommen?“
Einmal. Ja.
Die Worte dieses stolzen Herrn in Shuili lauteten noch an meinen Ohren: “ Es gibt noch viele viele wilde alte Bäume auf dieser Insel. In einem Wald an einem Ort.“
Da ich diesen Ort an besten nicht erfahren sollte, damit diese Bäume so alt werden können wie sie werden sollen, pflückte ich ganz unauffällig paar Samen von seinen Schützlinge aus den tiefen Bergen. Patrick sagte, er würde gerne in Einsiedeln Tee beheimaten. Ich nehme die Samen mit in die Schweiz.

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